FritzBox Ade', aber was nehmen?

Hi Leute, ich würde gerne mich nach Jahrzehnten Fritzbox von diese Hardware verabschieden. Gefühlt seit 15 Jahren immer die Gleiche aufpolirte Firm/Software nicht viel zu wenig kann.Ich bin am überlegen zu wechseln. Es sind interessante Geräte auf dem Markt und angekndigt.

Ich betreibe zurzeit 2 AdGuard mit Unbound. Einen auf mein Server und einen auf einen kleinen RaspberryPi3.

Können GL.iNet Flint3/Flint4 und Mikrotik hAP be3 Media selbst einen AdGuard mit Unbound im Router bereitstellen? Wie sieht es mit Ubiquiti aus?

Ich würde dann gerne den Raspberry Weglassen.

Liebe Grüße

Moin, also ein MikroTik kann Docker-Container hosten und darin einen AdGuard, bin aber kein Freund davon. Aber warum stört dich der Pi so? Ist der Server auch bei dir zu Hause?
GL.iNet haben das meine ich auch mittlerweile irgendwie integriert, aber ich finde selber machen und wissen, was da läuft, immer besser :slight_smile:

Aber was ist VOR der Fritteuse (DSL, Fiber, Kabel)?

Bestand

FritzBox

  • Router
  • DHCP Server
  • DNS Forwarder
  • ggf. “TK Anlage”
    • ggf. DECT Station
  • ggf. Einwahl-Modem

Raspberry Pi

  • Recursive Resolver

Server

  • Recursive Resolver

Ziel

  • die FritzBox soll komplett ersetzt werden
  • der Raspberry Pi soll komplett ersetzt werden
  • der Server bleibt im Bestand

(Bitte ggf. korrigieren/ ergänzen, falls das nicht vollständig deinen Anforderungen entspricht.)

Schon mal ein paar Vorab-Fragen/ Denkanstöße/ Themen:

Es wäre wichtig zu wissen, ob die Einwahl aktuell über die FritzBox erfolgt oder ob z.B. ein Glasfaser-Modem davor sitzt. Falls die FritzBox die Einwahl vornimmt, wäre noch relevant, welche Anschlussart du hast (DSL, Glasfaser, Kabel, Mobilfunk, Hybrid, ..).

Wenn du Telefonie über deinen Festnetz-Anschluss nutzt, wäre noch wichtig, wie die Telefone verbunden werden. In Deutschland ist DECT quasi Standard, auf dem US Markt findet man das vergleichsweise selten.

DHCP, DNS, (einfache) Router-Funktionalität bekommst du bei allen CPEs, selbst bei den Provider branded China-Krachern und irgendwelchen Ali Express Feuerwerkskörpern. Natürlich findest du die Funktionalitäten auch bei ernst zu nehmendem, professionellem Netzwerk-Equipment und du kannst die gleiche Funktionalität natürlich auch über deinen Server bereitstellen. Es wäre also interessant zu wissen, ob du diesbezüglich eine Präferenz hast:

Verlagerst du die Funktionalität auf deinen Server oder auf andere Netzwerk-Geräte, so müssen diese 24/7 laufen. Der Stromverbrauch ist mit dem einer FritzBox nicht zu vergleichen. Außerdem solltest du bedenken, dass ein Ausfall oder z.B. ein Neustart dein Heimnetz lahm legt. Ggf. wären, wenn du den Weg gehen möchtest, auch Redundanzkonzepte nicht völlig unsinnig.

Nicht nur die. Auch wäre relevant welchen Support man beim derzeitigen ISP noch erwarten kann, wenn man keine Fritteuse mehr nutzt. In den meisten Fällen dürfte man im Fall einer Störung und Anruf beim ISP kaum brauchbaren Support erwarten können, wenn da keine Fritteuse verwendet wird.

Ich weiß wovon ich schreibe. Daher sollte man schon wissen, was man macht und was man selbst kann. Im Zweifel sollte man daher weiterhin als Reserve eine Fritteuse stehen haben, die man im Fall der Störung anschließen kann und den Support erst dann anruft, wenn die Fritteuse auch Probleme im Netz des ISP hat. Das verbessert die Chance darauf, dass die Supporter des ISP gewillt sind sich des Problems anzunehmen deutlich.

Das genaue Gerät ist am Ende egal. Die Frage ist nur: “Provider-Hardware oder Kunden-eigene Hardware”. Support gibt es nur auf das, was der Provider stellt. Das sollte aber selbstverständlich sein.

Da ist meine Erfahrung im Fall der Störung eine andere. Störung im Netz gemeldet. Dann haben die da irgendwas in der Leitung gemessen und bemerkt dass ich keine Fritteuse habe. Ab dem Moment war Schluss mit Support. Ich solle einfach andere Hardware kaufen.

Also Fritteuse dran, nochmal Störungsnummer angerufen. Wieder Messung. Danach kamen die dann in die Hufe.

@The_eagle

Du verstehst immer noch nicht, was der Provider leisten muss und was nicht.Das trägt aber hier nichts zum Thema bei.

Der Provider muss zunächst nur bis zum passiven Netzabschlusspunkt die Funktionalität sicherstellen. Er muss dir darüber hinaus nur die nötigen Zugangsdaten bzw. Verbindungsinformationen zur Verfügung stellen. Also bspw. Telefonie-Server, VLAN Id, Benutzername und Passwort.

Wenn er dir zusätzlich eine CPE vermietet (heute ist das Miet-Modell eher der Regelfall), dann muss er auch für diese die Funktionalität sicherstellen. Da ist es egal, ob das eine Fritzbox ist oder eine vom Provider gebrandete China-Box (z.B. Vodafone oder Telekom Box).

Sobald du deine eigene CPE aufstellst, EGAL WELCHER HERSTELLER, muss er dir dafür auch keinen Support geben. Da die meisten Provider selbst die Fritzbox als CPE anbieten, hast du natürlich eine gewisse Chance, dass sie dir auch dann helfen, wenn du z.B. in den Media Markt rennst und dir dort deine eigene Fritzbox kaufst. Das ist dann allerdings unter Kulanz zu verbuchen.

Übrigens kann man bei der Fritzbox auch auf den vom Provider gestellten CPEs die Möglichkeit zum Management durch den Provider auskonfigurieren. Auch in dem Fall kann der Provider nicht mehr helfen. Auch dann muss er dir nicht mehr helfen.

Die meisten Provider werden sich nicht damit rumschlagen, was irgendwelche Home-Labber in ihren Kellern aufstellen. Ein ISP ist nicht dein Persönlicher IT Support, wenn du irgendwelchen China Mist aufgestellt und fehlkonfiguriert hast.

Hey erstmal vielen Dank für zahlreiche Anworten. Ihr seit hier ja eine super tolle Community.
Ich beantworte nun die aufkommende Fragen.

Der kleine stört mich nicht wirklich. Aber dchte mir, wenn der Router selbst ein AdGuard kann und mein Server ohnehin 24/7 läuft, warum noch ein PI wenn ich neue Hardware kaufe.

Fiber

Ich habe Glasfaser 600 von der Telekom mit Passiver Dose. Die Einwahl macht die FritBox 5590 Fiber. Telefone benutze ich wenig, Fax Gerät auch gelegentlich. ja das ist ein Argument, was mein Wechsel nochmal überdenken muss.

Ein Telekom Glasfaser Modem 2 habe ich im Schrank liegen. Stromverbrauch liegt beim Telekom Glasfaser Modem 2 übrigens bei 1,5-2 Watt. Wenn die FritzBox komplett ersetzt werden würde, durch einen Flint4, wäre der Verbrauch marginal höher.

Eigene Hardware. Fritzbox 5590 Fiber.

Das gibt mir zu denken. Möchte in Dezember zu Vodafone Wechseln Glasfaser 1000 und um eine IPV4 betteln. Nicht das ohne FritzBox Sie sich quer stellen.

An das Glasfaser Modem 2 kannste natürlich auch andere HW anschließen. So weit mir bekannt muss man zum Wechsel von Glasfaser Hardware aber meist den Support des ISP kontaktieren. Neben den Logindaten wird auch so eine Art Seriennummer der Hardware zur Authentifizierung gegenüber dem ISP genutzt. Ob das auch bei der Telekom gängige Praxis ist entzieht sich aber meiner Kenntnis.

Möchte in Dezember zu Vodafone Wechseln Glasfaser 1000 und um eine IPV4 betteln

Bei der DTAG hast du doch IPv4. Wenn dir Vodafone kein IPv4 mehr gibt, warum dann wechseln? Wenn es gute Gründe für den Wechsel gibt, dann lass dir entweder

  • schriftlich als Vertragsbestandteil bestätigen, dass du auch von Vodafone eine IPv4-Adresse bekommst oder
  • bereite dich jetzt schon auf IPv6 vor. Konfiguriere dein Heimnetz also bereits jetzt im Vorfeld so, dass alles auch mit IPv6 problemlos läuft. So hab ich es gemacht, denn mir war klar, dass ich mit Umstieg auf Glasfaser kein IPv4 mehr haben würde.

Wenn du Lust hast dich in eine Firewall einzuarbeiten:

MiniPC mit SFP+ Schnittstelle, OPNSense drauf, SFT-Modul für Glasfaser und das direkt an den Anschluss der Telekom. Passenden Modul gibt es z.b. direkt bei der Telekom oder von Lukey

AdGuard läuft direkt auf der OPNSense, Unbound als DNS-Upstreamserver mit drauf und du hast ne super Kombi.

Was du nicht ersetz bekommst, ist Telefonie, da würde - mache ich z.b. derzeit so - eine kleine Fritzbox in Netzwerk packen, die nur Telefonie macht / DECT + VoIP bei mir ), Alternativ ein VoIP-Telefon oder eine VoIP-DECT-Basis mit Funktelefonen.

Und ganz ehrlich - wenn du Telekom hast, bleibe dort, Vodafone ist mittlerweile der letzte Saftladen. Ich bin sowas von froh das hier bei uns die Telekom den FTTH-Ausbau nun macht und nicht die Deutsche-Glasfaser, die genauso so ein Saftladen wie Vodafone ist.

Moin @ocinemod27,

ich bin ganz bei @Tuxtom007 Vorschlag, mit zwei Abänderungen.

  1. ersetze das OPN durch ein pf vor sense
  2. da du bereits ein Telekom Glasfaser Modem 2 besitzt sind ein SFT-Modul und die SFP+ Schnittstelle nicht erforderlich

Das ist Geschmackssache, bei mir kommt keine pfSense rein, aber muss jeder selber wissen.