Mailserver Ugreen/Rasberry PI + IPV64

Hallo zusammen! Ich brauche hier mal ein Paar Tipps von den Profis zum Thema Mail Server! Ganz grob: Ich möchte keine zusätzlichen Abos bei Google für Speicherplatz abschließen !

Aktuelle Situation:

Ugreen Nas 2800 vorhanden

Rasberry PI 4 vorhanden

Fritzbox 5590 Glasfaser 400/200Mbits

IPV64 Dyndns + DNS Server (Werbeblocker)+ Cloud Router nach den Videos eingerichtet (Supporter)

Webhosting 2000 bei Netcup mit 3 Domains

Google Mail Weiterleitung an Netcup Mail Adresse da dort mehr Speicherplatz zur Verfügung steht und bei Google die Mail nicht mehr den 15 GB Speicher belegen.Das funktioniert aktuell bei allen Familien Mail Adressen ganz gut!

Jetzt das soll/ die Idee: Netcup soll weg da die Homepage/ Domains nicht mehr gebraucht werden und die Kosten eingespart werden sollen. Dafür dachte ich ein Mailserver der alle Mails von dem Google Konto zieht oder direkt per Weiterleitung bekommt. Installiert auf dem Rasberry oder der Ugreen. Der Mail versandt soll aber über die Google Mail laufen (wird bestimmt weniger blockiert).Dann soll der Mailserver von den Familien Mitgliedern per App aufrufbar sein und nicht ein Homepage mit Login.Der Bonus wäre ein 2. Spam Filter (Google+ der vom Mailserver).

Frage: Ist dies realisierbar ohne irgend ein Abo außer bei IPV64(Supporter/Absolut jeden Cent wert)? Würden die Weiterleitungen mit IPV64 gehen + Portfreigaben usw? Oder kommt es an einer Stelle zu Probleme? Ich hab hier sehr viel gelesen (auch ältere Beiträge), aber bekomme kein Durchblick! Nextcloud scheint nicht alles runterzuladen..Mailcow + Hetzner Abo… Ne ! Will ja weg von dem Abo! Daten zu Hause (Rasberry oder Nas) und nur die Stromkosten.

Welche Software ist für mich hier an besten geeignet?

Worauf muss ich achten?

Vielen Dank für jede Info die Ihr mir geben könnt!

Und ja ich bin kein Profi… darum die Fragen an der Stelle! Danke für jeden Tipp!

P.S.

Vielleicht ist dies ja auch ein Thema für @Dennis_Admin in einem Ugreen Video?

Geh einfach ganz weg von Datenkrake Google Mail. Zusätzlicher Vorteil:

  • vor dem nächsten USA-Urlaub oder Dienstreise kann dann auch keine NSA bei Google anrufen und die Herausgabe deiner privaten eMails verlangen um zu prüfen was du so über den Donald privat für eine Meinung hast :rofl:

Such dir einen Mail-Provider, der noch POP3 supportet (Google Mail hat das ja eingestellt) und schon kannste wieder alle Mails auf lokalen Geräten speichern.

An einen eigenen Mail-Server sollte man sich nur wagen, wenn man wirklich Ahnung davon hat, was man tut.

Ich selbst nutze selbstredend kein Datenkraken-Mail. Stattdessen einen sehr bekannten Anbieter mit Sitz in Montabaur (DE) und daher einem für den deutscher und EU-Datenschutz gilt und kombiniere dabei IMAP (Smartphone, Tablet) mit POP3 (Notebook). Thunderbird kann man so konfigurieren, dass die Mails die TB per POP3 abholt nicht sofort vom Mail-Server gelöscht werden, sondern erst nach z.B. 3, 7 oder 14 Tagen. So lange sind diese dann auch noch per Smartphone oder Tablet per IMAP abrufbar. Danach nur noch lokal in TB vorhanden und werden vom Mail-Server gelöscht und dessen Speicherplatz läuft nicht voll und hab als einziger diese Mails noch lokal.

Eine funktionierende Backup-Strategie und regelmäßiges Archivieren der älteren Mails (damit TB nicht lahm wird) sind aber Voraussetzung.

Danke für die Antwort! Und da ist die Lösung/ Idee die ich brauche! Automatisch löschen…

Ich werde eine kostenlose 2. Mail Adresse anlegen (ich schaue mir dein Anbieter mal an) und den Mail Archiver auf der Ugreen installieren.Dieser hat die Funktionen zu sagen nach wie viel Tagen die Mails vom Server gelöscht werden.https://www.youtube.com/watch?v=BApwAbKpaHc (8:54min)

Google Weiterleitung - > 2. Mail Adresse ( Speicherung 90 Tage/ 2. Spam Filter) - > Ugreen Nass Mail Archiver ( dauerhafte Speicherung )

Danke !

Nur damit ich das richtig verstehe:

  • du brauchst > 15GB Speicher für Emails
  • du willst nichts dafür ausgeben

Den “kostenlos”-Anspruch kann ich zwar grundsätzlich verstehen, aber deine Anforderungen passen nicht. Wenn du wirklich >15 GB Emails aufbewahren musst, machst du das entweder aus Faulheit oder weil du den realen Bedarf dazu hast. Faulheit würde ich allerdings ausschließen, da du ja durchaus bereit zu sein scheinst, Aufwand für Bastellösungen zu betreiben.

Wenn du tatsächlich Bedarf hast, solche Mengen an Emails zu archivieren, dann verstehe ich nicht, wieso 4,03€/ Monat zu viel sind. Das ist der Preis für das 150GB Webhosting Paket bei Netcup. Das solltest du dir nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Wenn du wirklich kein Geld ausgeben möchtest, dann würde ich dir zumindest zu einer richtigen Archivierungslösung raten.

Mit einem handelsüblichen Privatkundenanschluss in DE kannst du keinen Mailserver betreiben.
Du bräuchtest schon einen Anschluss mit statischer (öffentlicher) IP und müsstest dir einen PTR Record setzen lassen. Das ist gewöhnlich bei Business-Anschlüssen möglich.

Selbst dann würde ich dir aufgrund deiner Fragen allerdings unterstellen, dass du nicht über die nötigen Fähigkeiten verfügst, eine eigene Email-Infrastruktur zu betreiben. Versteh mich nicht falsch. Das ist keineswegs als Beleidigung gemeint. Email ist schlicht nicht trivial.

POP3 würde ich an deiner Stelle nicht mehr verwenden. Ich kann zwar verstehen, dass es dein Problem augenscheinlich löst, allerdings ist das, als würdest du zu Fax greifen, weil man damit so einfach Kopien anfertigen kann.

Eine vernünftige Archivierungslösung kann auch mit IMAP umgehen.
Ungetestet macht https://openarchiver.com/ (zum self-hosting) einen guten Eindruck.

Zum eigenen Mailserver: viele Worte, kurzer Sinn. Einen eigenen Mailserver zu betreiben ist nur etwas für Leute die wissen was Sie tun.

Zu POP3 vs. IMAP. Wenn ich einen Brief per Post bekomme, diesen dem Briefkasten entnommen habe, dann gebe ich den anschließend auch nicht wieder dem Briefzusteller in die Hand und sag dem, er solle den Brief für mich im Briefverteilzentrum verwahren. Genau das ist aber das IMAP-Prinzip!

Alle „Briefe“ (also eMails) verbleiben bei IMAP auf dem Server eine Anbieters, dem ich vertrauen muss, dass dieser diese so sicher verwahrt, dass sie nicht Unbefugten zugänglich werden.

Im Gegensatz dazu ist es bei POP3 anders. Ich hole die „Briefe“ (eMails) aus dem Briefkasten (vom Server) ab und sie werden dabei dort gelöscht. Ab diesem Zeitpunkt sind die nur noch bei mir lokal verfügbar.

Aber solch relevante Fragen des Schutzes der eigenen Privatsphäre interessieren ja kaum noch wen im 21. Jahrhundert. Bequemlichkeit ist wichtiger.

Noch schlimmer die Gedankenlosigkeit. Wie z.B. die Vorabankündigung des Urlaubs in der Karibik öffentlich einsehbar in allen möglichen aSozialen Medien, damit potentielle Wohnungseinbrecher auch wissen, wann der Einbruch ungestört möglich ist :rofl:

@The_eagle Deine Vergleiche hinken und deine Vorstellungen von Sicherheit sind hinsichtlich Wirksamkeit bestenfalls auf dem Niveau von Snakeoil. Abgesehen davon trägt es nichts zum Thema bei.

Du unterstellst, dass Email genauso wie analoge Post funktionieren müsste. Das ist aber faktisch nicht der Fall.

Abgesehen davon stimmt dein Vergleich von IMAP und dem Zurückgeben des Briefes an den Postzusteller ebenfalls nicht. Es werden Kopien erzeugt. Das siehst du zum Beispiel daran, dass du auch dann die Emails in deinem Email-Client öffnen kannst, wenn du nicht mit dem Internet verbunden bist.

POP3 macht das nicht sicherer. Ein Angreifer, der Zugriff auf die Email-Architektur deines Emailanbieters hat, kann sowohl bei POP3 als auch bei IMAP mitlesen und seinerseits Kopien anfertigen.

Der einzige Unterschied zwischen POP3 und IMAP ist in dem Fall, dass bei POP3 standardmäßig die Emails automatisch mit dem Abrufen durch einen Client auf dem Email-Server gelöscht werden, was bei IMAP standardmäßig nicht passiert. Natürlich kann man auch bei IMAP Emails bei Bedarf löschen. - Du gewinnst also höchstens hinsichtlich einer zeitlichen Komponente.

Einen Angreifer vorausgesetzt, der über die Ressourcen verfügt Massen-Angriffe durchzuführen oder der wirklich an dir persönlich bzw. deinen Email-Korrespondenzen interessiert ist, ist die zeitliche Komponente nahezu zu vernachlässigen.

Abgesehen davon ist der Sicherheitsaspekt völlig irrelevant. Email sind keine Briefe, sondern bessere Postkarten. Wer in dem Zusammenhang von Sicherheit spricht, glaubt auch ein “Grundstück betreten verboten” - Schild, sei ein wirksamer Diebstahlschutz.

Wenn es dir wirklich um Privatsphäre ginge, würdest du keine unverschlüsselten Emails versenden bzw. annehmen. Und wenn du Emails verschlüsselst, dann kannst du die verschlüsselten Emails auch bis zum Sankt Nimmerleinstag auf dem Emailserver deines Anbieters liegen und lagern lassen.

Ein Angreifer kann bei POP3 aber nur auf das zugreifen, was nach dem gelungenen Angriff im Postfach eintrifft. Der TS hat aber offenbar 15GB an Mails im IMAP-Postfach liegen. Also mutmaßlich die eMails von Jahren, wenn nicht Jahrzehnten.

Das ist der Unterschied auf den ich mich mit meiner Argumentation bezog.

Mit dem Hinweis auf Verschlüsselung (PGP) von eMails rennst du bei mir weit offenstehende Scheunentore ein. Das Problem ist nur: kaum jemand will PGP nutzen. → Privatsphäre interessieren ja kaum noch wen im 21. Jahrhundert. Bequemlichkeit ist wichtiger.

Im Vergleich zur Volkszählung von 1987 (die wir in unserer Studenten-WG seinerzeit erfolgreich boykottierten) zu dem, was die Leute heute alles so freiwillig im Internet und aSozialen Medien preisgeben, sind die Fragen von damals Pille Palle gewesen.