Unifi in Kombination mit Kabelanschlüssen - Eure Erfahrungen

Hallo zusammen,
ich wollte mich einmal erkundigen, ob jemand von euch Erfahrungen mit Kabelanschlüssen bei Vodafone oder ähnlichen Anbietern in Verbindung mit UniFi hat.

Ich würde gerne den VPN-Dienst von UniFi, beispielsweise WireGuard, nutzen, um von unterwegs sicher auf mein Heimnetzwerk zugreifen zu können – alternativ auch über einen Travel Router. Aktuell scheitere ich jedoch daran, meine FRITZ!Box vollständig zu ersetzen und das UniFi-Gateway direkt am Kabelanschluss zu betreiben.

Ein Bekannter von mir ist bei der Telekom und kann seinen Anschluss über ein DrayTek-Modem sauber an UniFi weitergeben. Dadurch lässt sich das Gateway direkt betreiben, ohne dass eine zusätzliche Router-Ebene nötig ist. Für Kabelanschlüsse finde ich online allerdings kein passendes Modem, das sich ähnlich einsetzen lässt.

Natürlich könnte ich die FRITZ!Box weiterhin als Kabelmodem verwenden. Idealerweise würde ich hier doppeltes NAT vermeiden und den Aufbau möglichst sauber gestalten - das sorgt aber immer wieder bei mir für Probleme…

Zusätzlich habe ich ein Festnetztelefon, den ich – sofern sich das Thema mit dem Modem lösen lässt – ebenfalls gerne direkt über UniFi betreiben würde. Mein Bekannter nutzt bei seinem Telekom-Anschluss dafür UniFi Talk, was bei ihm offenbar problemlos funktioniert.

Warum ich nicht einfach zur Telekom wechsle: Bei mir sind Anschlussdose beziehungsweise Verteiler offenbar so weit entfernt, dass die Leitung sehr schlecht ist und praktisch kein brauchbares Internet ankommt. :frowning:

Ich freue mich daher über eure Erfahrungen, Empfehlungen zu geeigneten Kabelmodems oder Hinweise, wie ihr UniFi bei Vodafone/Kabelanschlüssen betreibt.

Viele Grüße
Marco

Moin,

Zum Thema Modem: Googel mal nach „Docsis 3.1 Kabelmodem“ :wink:
Da hab ich gerade schon verschiedenste bekommen…

Aber ganz oft werden ja heute die Anschlüsse als CGNAT / DS-Lite betrieben, wo du dann sowieso eine andere Lösung anstatt direktes VPN haben willst

MfG
M-electronics

Das musst du auch nicht. Du musst nur die Ports, die für z.B. WireGuard benötigt werden, an den Router oder die Firewall (z,B, eben eine UniFi) weiterleiten. Alternativ kannst du auch den Router oder die Firewall zum Exposed Host machen. Dann leitet die Fritteuse alle Ports an diesen Exposed Host weiter, mit Ausnahme der Ports die die Fritteuse selbst z.B. für die Telefonie benötigt.

Die beste Lösung in meinen Augen, kommt aber drauf an, ob die eine gemietete Fritzbox von Vodafone hast oder eine eigenen.
Bei einer Mietbox würde ich als erstes mal versuchen, bei Vodafone anzurufen und zu fragen, ob die dir den BridgeModus aktivieren können.
Dann kannst du weiterhin Telefonie über die Fritzbox nutzen und dahinter ein Unifi-Gateway nutzen, was dann die WAN-IP-Adresse bekommt, somit kein doppeltes NAT mehr.

Wenn der Menüpunkt „BridgeModus“ in der Fritzbox bereits sichtbar ist, kannst es mal selber probieren, dann wird über einen LAN-Port 2,3 oder 4 die externe IP-Adresse rausgegeben, Notebook dran hängen und schauen ob die dort ankommt. Wenn das nicht geht, ist vermuttlich der maxCPE-Wert deines Anschlusses auf 1 gesetzt, der muss dafür mind. 2 oder 3 haben - das kann nur Vodafone ändern. Der Wert sagt aus, wieviele IP-Adresse der Anschluss vom Netz bekommen und für den BridgeMode müssen es mind. 2 sein, weil die Fritzbox immer die erst nimmt.

Leider ist Vodafone in der Sache nicht sonderlich Kundenfreundlich, bei uns in NRW war das kein Probleme den BridgeModus zu bekommen, Kollege von mir Bayern hat dafür zig Anrufe bei der Hotline benötig und die haben rumgezickt wie sonst was.

Um dann weiterhin auf die WebGuI der Fritzbox aus dem Unifi-Netz zuzugreifen gibt es mehrere Möglichkeiten, meien bevorzugte ist ein extra Telefon-VLAN - wie das geht habe ich mal als Wiki-Artikel im Unifi-Forum geschrieben mit Zeichnung usw.
Da ich aber kein Unifi-Gateway mehr nutze, sondern ne OPNSense, aber da funktioniert es genauso.

Bei einer gekauften Fritzbox kannst eh direkt sparen, da macht Vodafone gar nichts, wenns nicht zufällig funktioniert.

Alternative: Kabelmodem kaufen oder die Vodafone Box mieten, dann brauchst aber für Telefonie eh eine andere Lösung.
Kabelmodem meine Rat: ARRIS CM3500 B CE, kostet rund 200€, leider schwer zu bekommen aber das funktioniert problemlos ( bei mir seit über einem Jahr am Anschluss )
Telefonie mache ich bei mir über eine FritzBox 4050, die nur Telefonie macht, gibt es günstig auch gebraucht und hängt bei mir in einem eigenen VLAN im Netzwerk.

Komme nicht auf die Idee, das Kabelmodem von Unifi kaufen zu wollen, das bestellst dir einen Briefbeschwerer, weil Vodafone dir das Teil nicht einrichten wird, zumal nicht mal klar ist, ob es in Europa überhaupt funktioniert EU-DocSIS 3.1 ist nicht gleich US-DocSIS 3-1, die nutzen andere Kabelfrequenzen.

Was aber auch nur dann von Relevanz ist, wenn es sich noch um einen reinen IPv4 oder Dual-Stack-Anschluss handelt. Sollte @marco21 bereits mit CGNAT / DS-Lite „gesegnet“ worden sein, ist es eh egal, weil dann NATed ja der ISP auch noch.

Das ist richtig, ich hab zum Glück vollen IPv4/IPv6 udn somit die Problem nicht.

In der Regeln wenn der Bridge-Modus von Vodafone freigeschaltet wird, bekommt man auch ne öffentlich IPv4-Adresse ( zumindest war das in der Vergangenheit so )

Hallo zusammen,
danke für eure Antworten!

Ich hatte zufällig einen Vodafone-Techniker im Haus und habe ich gleich darauf angesprochen. Er meinte „Ruf mal bei unserer Hotline an, die haben theoretisch was“. Bisher habe ich aber noch keine Antwort erhalten…

Cool wäre, wenn ich die öffentliche IP direkt in der Unifi-Oberfläche sehe. Wenn ich das so nicht hinbekomme, dann verwende ich einfach DynDNS oder eine andere Möglichkeit.

Ich bin mal gespannt, was Vodafone mir jetzt antwortet - ich habe eine eigene FritzBox und keine gemietete. Somit wird das mal ein spannendes Projekt :wink:

Wenn deine Mindestvertragslaufzeit (in der Regel 2 Jahre) bereits abgelaufen ist, kannst du auch anrufen und mit Kündigung drohen, falls deine Wünsche nicht erfüllt werden.

Da Vodafone aus den Kabel-TV-Netzen die Kunden reihenweise in den letzten jahren weggelaufen sind, sollen die inzwischen bereit sein Kunden einige Wünsche zu erfüllen, wenn diese Kunden ansonsten zu Glasfaser oder DSL wechseln würden.

Das interessiert dort keinen, weil du bei externen Call-Center landest, die arbeiten ihre Fragekataloge ab und fertig.